Zahnimplantate in Leverkusen,
Vassilios Kaburis, Zahnarzt, Tsp. Implantologie (DGI)
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Titan Allergie

  

Allergien auf Titan und so auch auf Titanimplantate werden generell nicht bestätigt. Es gibt keine wissenschaftlichen Studien oder Stellungnahmen der Zahn-/ Medizinischen Gesellschaften die so etwas behaupten. Der Grund dafür ist, dass Titanionen durch ihre hohe Sauerstoffaffinität immer Oxide bilden. Im Unterschied zu freien Ionen können Oxide sich nicht mit Proteinen binden und so als Allergene wirken. 

Somit ist eine zelluläre Typ-IV-Allergie auf Titan so gut wie ausgeschlossen .

Trotzdem werden Implantate mit entzündlichen Prozessen lokal und generell (Systematisch) in Zusammenhang gebracht . Auch über Fremdkörper Reaktions- Prozesse oder Überempfindlichkeit  wird gelegentlich berichtet. Eine allgemeine Implantations-Misserfolgsquote von ca 3-5 % wird generell nicht dementiert und die Ursachen dafür nicht richtig bewiesen. 

Grund dafür kann eine allgemeine Titanunverträglichkeit sein oder eine erblich bedingte allgemein erhöhte Entzündungsneigung bestimmter Patienten. 

 

 

Titanunvertäglichkeit 

 

Durch  die Implantation findet   an der Oberfläche der Titanimplantate  metallischer Abrieb statt.

Titanoxidpartikel werden im  Knochen freigesetzt. Diese wiederum lösen wegen ihre Korrosionsverhaltens keine allergische Reaktion aus , werden aber durch die umliegenden menschlichen Abwehrzellen, die Makrophagen, aufgesaugt und eliminiert. Genau dieser Reinigungs-Prozess  könnte  dafür verantwortlich sein , dass erhöhte Mengen von entzündlichen Zytokinen  TNF-a und Interleukin-1 ( IL-1) von diesen Makrophagen freigesetzt werden, die zu einer erhöhten Immunreaktion und diesbezüglich  Entzündungsreaktion führt.  Ist der menschliche Körper auch erblich so veranlagt (ca 20 % der Bevölkerung),  dass er überreagiert und viel von diesen Zytokinen (Entzündungsmediatoren) ausstösst , wird diese Entzündungsreaktion sich heftig entwickeln und benachbarte gesunde Gewebestruktur unnötig mit beschädigen.  Diese erbliche Veranlagung nennt man Polyporphismen der Gene der Zytokinen  IL-1 , IL-1RN und TNF-a  

 

 

Titan-Gentest 

 

Durch Blutuntersuchung; Titan-Stimulationstest und Polymophysmen-Gentest auf diese Zytokine könnte man im Vorfeld erfahren, ob bei einer geplanten Implantation eine mögliche erhöhte Entzündungsreaktion/Fremdkörperreaktion zu erwarten ist. Bei positivem Ergebniss sind die Wissenschaftler sich einig , dass dieses aber wiederum kein Kontraindikationsgrund für eine Implantation sein kann. Weitere Studien und Untersuchungen sind notwendig , um zu beweisen, dass diese  Erklärungskaskade eines Implantationsmisserfolgs die Hauptrolle spielen kann!